2. Dezember

Der Adventkranz



·         Der junge Priester und ErzieherJohann Wichern zog vor 175 Jahren in ein altes Bauernhaus – weit draußen vor den Toren Hamburgs.
Es hieß "Das Rauhe Haus" und wurde zur Heimat für verwahrloste und verwaiste Kinder aus den Hamburger Elendsvierteln. Um diese verlorenen Kinder kümmerte sich der Priester.

·         In den Wochen vor Weihnachten fragten ihn die Kinder ständig, wann denn nun endlich Weihnachten sei. Um ihre Frage zu beantworten, - aber auch um ihnen das Zählen beizubringen, - brachte er auf einem alten, hölzernen Wagenrad Kerzen an. So viele kamen auf das Rad, wie es Tage vom ersten Adventssonntag bis zum Heiligen Abend waren.

·         Schon bald sprach sich dieser Brauch herum und wurde übernommen und das Wagenrad wurde mit Tannengrün geschmückt. Für die Wohnungen der Bürger war so ein Wagenrad natürlich viel zu groß. Auf einem kleinen Kranz hätten sich so viele Kerzen aber gegenseitig zum Schmelzen gebracht.

·         Darum stellte man nur mehr Kerzen für die Sonntage auf. Ungefähr 100 Jahre dauerte es, bis der Brauch von Hamburg bis zu uns kam.
 

·         Im Adventkranz vereinen sich einige wichtige Symbole:

Der Kreis symbolisiert die Ewigkeit.
Das Grün ist die Farbe des Lebens.
Das Kerzenlicht ist ein Symbol für Hoffnung und vertreibt die Dunkelheit.

Noch heute kann man - wie die Waisenkinder damals - sehen, wie wir Weihnachten immer näher rücken und wir freuen uns darüber.